Holzbau, Stadtgeschichte und aktuelle Planung – Studierende der TU Dresden zu Gast in Niesky

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Im Wintersemester 2026/2027 beschäftigen sich Studierende der Fakultät Architektur und Landschaft der TU Dresden im Modul „Konstruktiver Entwurf“ mit dem Thema Holzbau. Ihre Aufgabe ist es, Ideen für einen Wohn- und Lernort für zeitgenössischen Holzbau am Eichenhof in Niesky zu entwickeln. Die Betreuung übernehmen Prof. Ansgar Schulz und Prof. Benedikt Schulz.

Holzbau in Niesky

Niesky bietet dafür einen besonderen historischen Hintergrund: Die im 18. Jahrhundert durch die Herrnhuter Brüdergemeinde gegründete Stadt wurde durch die Holzhausproduktion von Christoph & Unmack überregional bekannt. Besonders der Architekt Konrad Wachsmann, der von 1926 bis 1929 als Chefarchitekt für das Unternehmen tätig war, prägte diese Geschichte.

v.l.n.r.: Ansichten des Konrad-Wachsman-Hauses, Fassadenansicht, Blick in den Garten

Im Rahmen ihrer Exkursion durften wir die Studierenden bei einem Besuch des Konrad-Wachsmann-Hauses begleiten. Dr. Jan Bergmann-Ahlswede, Leiter des Museums, gab bei einer Führung spannende Einblicke in die Architekturgeschichte Nieskys und Wachsmanns Bedeutung für den modernen Holzbau.

v.l.n.r.: Auswahl der Ausstellung, Treppenhaus des Konrad-Wachsmann-Hauses, Blick in den Wintergarten, diverse Holzbauten, der „Wachsmannknoten“

Der Eichenhof

Anschließend besuchten wir gemeinsam unser Planungsgebiet am Eichenhof. Hier hat unser Büro LandStadt Entwicklung den Bebauungsplan Nr. 24 „Wohnbebauung Eichenhof“ aufgestellt. Auf der rund 8.600 m² großen, ehemals durch das Gummiwerk Niesky genutzten Fläche sollen die planungsrechtlichen Voraussetzungen für neuen innerstädtischen Wohnraum geschaffen werden. Vorgesehen sind bis zu zwei mehrgeschossige Wohngebäude mit insgesamt etwa 18 Wohneinheiten.

Vor Ort erläuterte unser Geschäftsführer Marvin Wenzk die aktuelle Planung sowie die städtebaulichen und planungsrechtlichen Rahmenbedingungen. Diese bilden den Ausgangspunkt für die weitere Auseinandersetzung der Studierenden mit dem Standort.

v.l.n.r.: Einführung der Studenten in das Planungsgebiet, der Bebauungsplan „Wohnbebauung Eichenhof“

Der Bebauungsplan setzt ein Allgemeines Wohngebiet fest und regelt unter anderem Art und Maß der baulichen Nutzung, die Erschließung, Stellplätze sowie grünordnerische Belange. Mit der Wiedernutzbarmachung der ehemals gewerblich genutzten Fläche wird eine innerstädtische Entwicklung ermöglicht und zusätzlicher Wohnraum geschaffen.

Die im Semester entstehenden Entwürfe sind dabei als eigenständige, akademische Ideen zu verstehen. Sie stellen keine konkrete Umsetzung der bestehenden Planung dar, sondern zeigen, wie sich der Standort aus einer anderen architektonischen Perspektive denken lässt.

Wir freuen uns, den Studierenden einen Einblick in unsere Arbeit und die Bauleitplanung am Eichenhof ermöglicht zu haben, und sind gespannt auf die kreativen Ideen, die im Laufe des Semesters entstehen.